Neben den Fliesen bestimmt auch die Fugenfarbe maßgeblich den Eindruck eines Raumes. Je nach gewähltem Farbton können die Fugen kontrastreich hervortreten, oder harmonisch ins Gesamtbild der Fliesen integriert werden.
Für die passende Auswahl der Fliesen nehmen sich die meisten viel Zeit, aber allzu oft wird auf die Wahl der passenden Fugenfarbe vergessen. Dabei ist es für das Gesamtbild der verlegten Fliesenfläche sehr entscheidend ob die Fugenfarbe eine hellere, dunklere oder ähnliche Farbe wie die Fliese hat. Je nach Wahl kann das Fugengitter deutlich hervortreten, oder sich dezent zurückhalten. Im ungünstigsten Fall kann die falsche Fuge das Bild eine Fliese unharmonisch wirken lassen.

Fugenfarben:
Wandfliesen werden meist Weiß verfugt und Bodenfliesen Zementgrau. Dabei hat sich das Angebot an Fugenfarben in den letzten Jahren stetig erweitert und reicht quer durch die Farbpalette. Grundsätzlich gilt folgendes: wird die Fliese Ton in Ton verfugt, so wirkt der Raum, da die Fläche von unserem Auge als gesamtes wahrgenommen wird.
Setzt die Fuge einen Kontrast zwischen den Fliesen, wirkt der Raum etwas kleiner, da er optisch unterbrochen wird. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich auch der Stil der realisiert werden soll. Ein Orange verfugter Cottoboden wäre wohl nicht besonders stilecht.

Richtige Fugenfarbe:
Die richtige Fugenfarbe gibt es nicht, der persönliche Geschmack ist hier entscheiden.
Da Ihre neuen Fliesen für Jahrzehnte gefallen sollen, würde ich von allzu grellen Experimenten abraten. Wählen Sie Ihre Fugenfarbe mit bedacht, ein späterer Wechsel der Fugen ist nur unter sehr erheblichem Aufwand möglich. Machen Sie doch auf der frisch verlegten Fläche einige verschieden Probefugen, die Sie nach der hoffentlich richtigen Entscheidung wieder auskratzen.



Foto: Serie ALLURE von Polis
Werden verschieden Fliesenfarben an Wand oder Boden verlegt, so sollte auch entsprechend verfugt werden